Der Kopf hinter Choice of Helvetia

 

Mit ihrer Idee hat sie einen Nerv getroffen: Linda Zollinger möchte hochwertigen Schweizer Produkten und Dienstleistungen eine Plattform bieten, die in einem originellen Design daherkommt. Der Alltag einer jungen Unternehmerin ist spannend, aber auch herausfordernd...

 

 

Wie bist du auf die Idee gekommen, "Choice of Helvetia" zu gründen?

 

Vor etwa fünf Jahren habe ich damit begonnen, Kunst-Events zu organisieren. Um diese zu bewerben, investierte ich einiges an Geld für Inserate. Leider stellte sich heraus, dass trotzdem niemand auf uns aufmerksam wurde. Ich überlegte mir, wie man diese Situation verbessern könnte und wo man ein Magazin am besten auslegt, damit es von der Zielgruppe gesehen wird. Ich wollte ein Netzwerk aufbauen und auch kleineren Unternehmen eine Chance geben, sich einem breiten Publikum zu präsentieren.

 

 

Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

 

Es war ein Sprung ins kalte Wasser, da ich im Bereich Journalismus, Grafik Design oder Marketing wenig Erfahrung mitbrachte. Mein Hintergrund ist eher im Bereich Wirtschaft und Banking. Als ich letztes Jahr mit dem Projekt startete, hiess das Motto: Learning-by-doing. Es gab viele lustige Momente und Experimente, besonders was die Gliederung der Seiten betraf. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich weiterentwickelt.

 

 

Woher kam deine Motivation?

 

Als ich letzten August mit der Akquise begann, war mein Zeitplan relativ locker. Der Vorsatz, das Magazin im Frühling rauszubringen hat sich aber schnell geändert, denn es gab viele Interessenten und es schien, als hätte ich einen Nerv getroffen. Das hat mich dazu motiviert, mehr Einsatz zu leisten, damit ich das erste Choice of Helvetia bereits im November 2017 präsentieren konnte.

 

 

Was gefällt dir an deiner Arbeit besonders?

 

Überraschenderweise habe ich herausgefunden, dass die Akquise zu den Tätigkeiten gehört, die mir liegen. Ich arbeite gerne mit einem kreativen Team und mag es, Texte und Grafiken aufeinander abzustimmen. Es ist toll, die Möglichkeit zu haben, seine eigenen Ideen einzubringen und auszuarbeiten. Dazu stellen wir viele interessante Personen und Projekte vor, die ich auch privat gerne unterstütze.

 

 

Warum wolltest du dich selbstständig machen?

 

Realistisch gesehen bin ich vielleicht nicht die einfachste Angestellte (lacht). Ich mag es, Dinge zu hinterfragen und mich vielen Herausforderungen zu stellen. Deswegen habe ich in den letzten Jahren viel ausprobiert. Ich beschäftigte mich mit Kunstkeramik, schrieb in Köln ein Drehbuch für eine TV Show und erarbeitete ein Gastrokonzept. Zurück in der Schweiz gründete ich die Fritz86 GmbH, organisierte Kunstevents und betrieb den Fritz86 Art Space, wo monatlich wechselnde Kunstausstellungen stattfanden. Nun liegt mein Fokus auf Choice of Helvetia.

 

 

Wie gehst du mit Niederlagen oder Ungewissheit um?

 

In der Selbstständigkeit gibt es immer wieder “up and downs” – folgen viele “Downs”, denkt man in schwachen Momenten manchmal ans Aufgeben. Aber Selbstständigkeit heisst, immer wieder aufzustehen. Es ist hilfreich, sich einen bestimmten Plan zu setzen und dabei trotzdem eine gewisse Lockerheit zu bewahren. In diesem Jahr möchte ich mindestens drei Choice of Helvetia herausgeben. Obwohl ich mich voll und ganz dafür einsetze, versuche ich, eine gewisse Lockerheit zu bewahren. Wenn es nicht klappt, geht keine Welt unter, denn Ziele sollte man sich immer zu hoch setzen!

 

 

Warum hast du dich trotz den Schwierigkeiten in den Print-Medien für ein gedrucktes Magazin Entschieden?

 

Natürlich ist es so, dass viele Magazine vom Markt verschwinden oder sich auf Online fokussieren. Doch ich vermute, es ist wie bei allen Trends: Nach einer Veränderung kommt die Rückbesinnung und man mag es wieder, hochwertig gedrucktes Papier in den Händen zu halten. Choice of Helvetia soll ein Hybrid sein: Es liegt uns viel daran, die Präsenz auf dem Blog und den sozialen Medien auszubauen, aber der Fokus liegt auf Print.

 

 

Was möchtest du mit der Plattform langfristig erreichen?

 

Langfristig möchte ich in allen grossen Schweizer Städten vertreten sein und wer weiss, vielleicht lanciere ich bald ein Kunstmagazin.

 

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